Strukturreform Lünburg-Stade

Strukturreform Lünburg-Stade

Beitragvon tenniskiste » So 22. Nov 2009, 11:06

Seit März haben wir weder vom Bezirk Lüneburg-Stade noch vom NTV etwas zum Stand der Aktionen/Ideen der NTV-Strukturreform erfahren.
Der Bezirk Lüneburg-Stade macht keine Anstalten die Vereine und Kreise bei den anstehenden Fusionen zu informieren, leiten und beraten.
Von dem erwarteten hohen Kommunikationsbedarf ist überhaupt nichts zu sehen - Infos an Vereine gleich null.
Die Diskussionsplattform http://www.ntvforum.de wurde im Sommer sogar geschlossen, bzw nur die Trainerbörse behalten! Angeblich zuviel Spam... und der kommt jetzt nicht mehr?
In unserem Bezirk ist noch Alles unklar und lässt für die Vereine nichts Gutes erahnen.

Einige Vereine im Hamburger Umland denken, wie in anderen Sportarten bereits geschehen, über eine Koperation mit dem Hamburger Tennisverband nach.
Ein Wechsel in den Hamburger Verband ist nicht bequem, scheint aber eine interessante Option zu sein.

Liebe Vereine und Funktionäre, bewegt Euch und diskutiert untereinander! Lasst euch nichts vorschreiben!
Wie Harald Klose gestern in Stemmen sagte:
"Wer an der Diskussion nicht aktiv teilnimmt und Infos anfordert, darf hinterher auch nicht jammern."

Ich hoffe, daß hier eine lebhafte Diskussion in Gang kommt.

Laßt uns gemeinsam aktiv an neuen Strukturen arbeiten.
Zuletzt geändert von tenniskiste am Mi 25. Nov 2009, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Strukturreform Lünburg-Stade

Beitragvon ace » So 22. Nov 2009, 17:16

Das stimmt!
Wir haben auch schon beim NTV nachgefragt.
Keine Antwort ist auch eine... man denkt sich sein Teil.
D.h. aber nicht, daß wir uns alles gefallen lassen.

Westfalen ist bei uns nicht weit weg - viel Glück mit den Hamburgern.

Gute Idee mit dem Forum!
Zuletzt geändert von ace am Mi 2. Dez 2009, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Strukturreform Lünburg-Stade

Beitragvon tenniskiste » Mo 30. Nov 2009, 11:21

Hier der aktuelle Vorschlag des Bezirks Lüneburg-Stade:
neueGrenzen.jpg
Die neuen Grenzen...
neueGrenzen.jpg (142.99 KiB) 14066-mal betrachtet


Wir Vereine im Raum Buchholz/Tostedt akzeptieren diesen Vorschlag nicht.

Unsere Forderungen:
- Beachtung der alten Kreisgrenzen
- Freie Entscheidungsmöglichkeit für Vereine in Grenzlage
- Einbindung aller Vereine in den Gestaltungsprozeß


Hier unsere Alternative mit -5- Regionen:
091129_Vorschlag_Tostedt.jpg
091129_Vorschlag_Tostedt.jpg (161.96 KiB) 14064-mal betrachtet


Hier unsere Alternative mit -3- Regionen:
3_regionen.jpg
3_regionen.jpg (152.21 KiB) 14062-mal betrachtet
Zuletzt geändert von tenniskiste am Sa 12. Dez 2009, 22:05, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Strukturreform Lünburg-Stade

Beitragvon ace » Mi 2. Dez 2009, 10:09

Fünf Regionen sehen doch am besten gut aus.
Die Regionen im Osten und Westen müssten dezentral vereinsnah entwickelt werden.
Rotenburg im Süden und Buchholz im Norden sehen ganz klar nach den neuen Zentren aus, die Anzahl der Vereine spricht dort dafür.

Bei 3 Rgeionen könnte man sich ein Konzept mit mehreren Entwicklungszentren vorstellen.
In der Mitte sehe ich die gleichen Entwicklungsschwerpunkte wie oben: Rotenburg + Buchholz
Im Osten und Westen sieht es nach mehr Trainingszentren aus.
Entweder zentral in den größeren Orten auf der Karte (Bremervörde, Cuxhaven, Stade, Celle, Soltau, Walsrode, Uelzen, Lü-Da, Lüneburg) oder wie in den ländlichen Gebieten vereinsnah.
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Re: Strukturreform Lünburg-Stade

Beitragvon TKila » Fr 18. Dez 2009, 23:22

Warum nur 2 Gebiete Hannover + Bremen? Was bringt das für die Basis?
Alternative Lösungen zum weiterhin anhaltenden Mitgliederschwund.
In diesem Forum wurde die Regionalisierung in Lüneburg-Stade diskutiert, eigentlich sollte man das Gesamtkonzept für Niedersachsen nochmal überdenken.

Warum nutzen wir nicht die vorhandenen Strukturen der Verdichtungsräume in Niedersachsen?
Niedersachsen ist einerseits großflächig ländlich und strukturell schwach (Emsland, das Oldenburger Land, das Elbe-Weser-Dreieck, die Lüneburger Heide, die Mittelweserregion und Teile der Küstenregion), andererseits haben wir im Osten um die Landeshauptstadt die europäische Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen. Weiterhin haben wir an der Grenze zu Bremen und Hamburg eine starke Orientierung auf diese Zentren und eine entsprechende Bevölkerungsverdichtung..
Egal wie die Strukturreform letztendlich auf der Landkarte auch aussieht, man wird nie die ländlichen Gebiete auf das Niveau der Verdichtungsgebiete bringen können - die geografischen und infrastrukturellen Vorraussetzungen sind zu unterschiedlich. In den 70er und 80er Jahren entstanden neue Tennisplätze hauptsächlich dort wo das Wirtschaftswachstum stattfand, ländliche Gebiete sind daher heute auch auf der Tenniskarte unterrepräsentiert.

Der Ansatz eine Verwaltungsebene aufzugeben, einheitliche Beiträge einzuführen und Regionen mit annähernd gleichen Mitgliederzahlen zu bilden ist gut gedacht, dazu sollte man aber einige Punkte näher betrachten:
1. Immer noch 3 Ebenen
heute: NTV - Bezirke - Kreise
nach der Strukturreform: NTV - Gebiete - Regionen
Man hat also eine Entwicklung zu größeren Einheiten auf den Weg gebracht, nach wievor haben wir aber drei Ebenen.
Wie in der freien Wirtschaft werden die Großen (grosse Vereine und Verband) davon profitieren während das Wohl und die Meinung der kleinen Vereine eine untergeordnete Rolle spielt. Der Informationsaustausch von oben zur Basis wird geringer da zwangsläufig weniger persönlich bekannte Ansprechpartner existieren werden.
Gleichzeitig haben kleine Gruppen vermehrt Schwierigkeiten gegenüber den grossen Interessenvertretungen (Region/Gebiet) überhaupt angehört zu werden - die Informationspolitik zur Strukturreform ist dazu schon das beste Beispiel: Den Vereinen wurde von Anfang an keine aktive Teilnahme an der Diskussion ermöglicht, der Umfang der Abstimmung auf der MGV in Verden wurde aufgrund zahlreicher Proteste eingeschränkt, aber trotzdem durchgesetzt.
2. Bildung annähernd gleicher Regionen
Für die Regionalisierung und die Fusion mit Bremen sind einheitliche Vereinsbeiträge erforderlich. Gleichzeitig sollen Regionen mit ähnlichen Mitgliederzahlen gebildet werden. Warum aber haben wir denn jetzt unterschiedliche Beiträge? - Weil die Vorraussetzungen historisch, geografisch und strukturell einfach unterschiedlich sind.
Betrachtet man die aktuellen Vereinsbeiträge an den Verband, bewegt man sich bei der Anpassung bei ca. 1,00 EUR pro Vereinsmitglied. Dem einen oder anderen kleinen Verein wird eine Erhöhung sicherlich wehtun, solange aber die Verwendung und Verteilung der Gelder durch den Verband nicht eindeutig dargestellt wird, müssen die Vereine vor einer Abstimmung entsprechende Informationenen fordern.
Aufgrund der regionalen Gegebenheiten werden um Bremen und um Hannover zwei Tennis-Großregionen entstehen die in ihrem Einzugsbereich über 50% der gesamten NTV-Mitglieder zählen. Durch die Bildung der geplanten zwei Gebiete mit den Zentren Hannover und Bremen aus ursprünglich vier Bezirken und Bremen wird diese Zentralisierung noch verstärkt. Egal wie die übrigen Kreise regionalisiert werden, der Einfluss der Zentren wird bedeutend sein.

Mit der Strukturreform besteht die Möglichkeit, daß der institutionelle Föderalismus im Tennissport zugunsten einer Zentralisierung langsam verschwindet. Die Möglichkeit zur Selbstbestimmung wird der Basis entzogen.
Wo sieht man in der Strukturreform die Solidarität des Verbandes gegenüber den Kleinen und Schwachen? Die Grossen werden profitieren und die Kleinen müssen es bezahlen!
Was tut der Verband gegen den Mitgliederschwund? Nicht neue Strukturen, sondern mehr Engagement aller Tennisspieler ist erforderlich!


Wenn der Verband meint daß eine Strukturreform notwendig ist, habe ich hier noch einen Vorschlag:
Ballungs-und-Verdichtungsraeume_RED400x362.jpg
Solidarität aus den Verdichtungsräume
Ballungs-und-Verdichtungsraeume_RED400x362.jpg (34.22 KiB) 14000-mal betrachtet
DIE IDEE
Die guten Strukturen in den Gebieten hoher Bevölkerungsdichte sollten zukünftig optimal genutzt werden und durch gezielte Kooperationen auf verschiedenen Ebenen (Vereine, Schulen, Städte, Gemeinden) positive Entwicklungen für den Tennissport in die angrenzenden Randgebiete bringen.
Vorschlag für 9 Gebiete
1. in der Metropolregion Hannover-Braunschweig können mehrere bereits bestehende Förderzentren genutzt werden. Der sportliche Konkurrenzkampf um die besten Konzepte in der Jugendförderung soll hier praktiziert werden.
2. Bremen ist schon aufgrund der langen Geschichte ein Zentrum und wird weiterhin an Bedeutung für das Tennis-Umland gewinnen.
3. Göttingen, jetzt schon eine eigene Region, sollte eines der grossen Zentren bleiben.
4. Stade-Harburg-Lüneburg als Verdichtungsraum im Süden Hamburgs nimmt heute schon sportlich in der Jugendfördeung eine gute Position ein. Die Entfernung nach Bremen und Hannover gibt die Chance für eine grossen Einzugsbereich. Trotz Randlage in Niedersachsen ermöglichen die Verkehrsachsen grossen Einfluss auf das Umland. Der grosse Einfluss von Hamburg auf das Umland könnte durch eine starke Region verringert werden.
Unterstützung für schwache Gebiete
5. Im Westen bieten sich aufgrund der Verkehrsachsen und Städteverteilungen die fünf gelb dargestellten Gebiete an. Die Bevölkerungsdichte ist hier erheblich geringer als in den anderen vier Gebieten, aber noch nicht kritisch für Tennisregionen. Aufgrund der gemeinsamen Geschichte als eigener Bezirk bieten sich hier Kooperationen an.
Gebiete in denen der Tennissport weit unter dem Durchschnitt vertreten ist, sollen grundsätzlich nur ermäßigte (oder keine) Verbandsbeiträgen zahlen. Besondere Leistungen sollen hier besonders gefördert werden. Die Vereine entscheiden selbst über die Organisation der Jugendförderung. Hier bieten sich aber die wenigen größeren Vereine als zentrale Stützpunkte an. Die Integration in die starken Nachbargebiete ist natürlich gewünscht und sollte bei Bedarf vom Verband koordiniert werden.

Bei allen Reformbestrebungen sollte gelten:
Mitsprache aller Vereine - Selbstbestimmung statt Regulierung von oben

Eine Frage hätte ich da noch, die mir bisher niemand beantworten konnte:
Was passiert wenn wir wieder auf den Mitgliderbestand von 1995 zusteuern? - Drehen wir dann die Reform zurück?
TKila
 
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